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  • Tom David Frey

DJIs neue Minidrohne im Test!

Endlich gibt es wieder eine neue Drohne von Marktführer DJI. Die Mavic Mini.

Aber die neue Drohne führt die Tradition der berühmten Mavic-Reihe nicht wirklich fort: anstatt einer besseren Kamera und noch mehr Möglichkeiten im Flug, kommt die neue Mini mit minimaler Ausstattung daher. Warum? Und wen soll sie ansprechen? Ich erkläre es Dir!


Da staunte ich nicht schlecht.


Anstatt einer neuen Phantom oder Inspire hatte ich auf einmal eine Drohne in den Händen, die die Ausmaße meines iPhones nur in Punkto Höhe übertraf.


Und dann noch der Name: Mavic Mini.


"Sind Mavics nicht eigentlich DJIs immer besser und fortschrittlicher werdenden kleine Drohnen mit super Kameratechnik an Bord?", schoß es mir durch den Kopf.


Gefolgt von der Frage, ob die neue Drohne nicht besser hätte eine Spark 2 werden sollen.


"Sei's drum", dachte ich mir und fing an, die Drohne ausgiebig zu testen.


 

Von der Größe auf die Qualität zu schließen, trifft im Drohnenbereich ebenso wenig zu, wie in allen anderen Lebensbereichen.


Jeder Drohnentyp hat seine größenspezifischen Vor- und Nachteile gleichermaßen.


Kleinere Drohnen können bestimmte Regeln umgehen, sind einfacher zu transportieren und in der Regel binnen Sekunden einsatzbereit.


Größere Drohnen sind zwar nicht immer einfach überall hin mitzunehmen, aber dafür liegen sie stabiler in der Luft, haben mehr redundante Systeme an Bord, sind in der Regel mit deutlich professionelleren Kameras ausgestattet und können ganz generell mehr Lasten tragen.


Die DJI Mavic Mini also direkt zu kategorisieren, nach dem altbekannten gut/schlecht Schema, wäre voreilig. Man muss Vor- und Nachteile einzeln bewerten.


Spoiler: die Mavic Mini, trotz ihrer kleinen Größe, liefert in Punkto Kameraleistung einiges. Dranbleiben! Unten mehr dazu.


Die vier wesentlichen Aspekte, die ich in diesem Artikel kurz beleuchten möchte sind die Spezifikationen der Mavic Mini, also Größe und Gewicht, außerdem möchte ich auf das Flugverhalten der Drohne eingehen, als nächstes die Kameraleistung betrachten und zuletzt den Preis einschätzen.


 

Spezifikationen

DJI Mavic Mini

Die Mavic Mini ist so klein, dass selbst ein Apfel neben ihr zu alpinen Größen anzuwachsen scheint.


Zusammengefaltet lässt sie sich auf einem normalen iPhone platzieren.


Damit ist die Drohne derart klein, dass sie nicht nur in den Rucksack, sondern auch in die Jacken- oder sogar Hosentasche passt.


Allerdings ist das Gewicht der interessantere Aspekt.

Abflugbereit bringt es die Mavic Mini gerade einmal auf 249 Gramm.


249 Gramm.


Wirklich.


Denn ab einem Gewicht von 250 Gramm greifen in etlichen Ländern Sonderregeln, so zum Beispiel in den Vereinigten Staaten von Amerika, aber auch in Deutschland (Registrierungs- bzw. Kennzeichnungspflicht).


Der Nachteil der Geschichte sind etwas fragilere Materialien, der Wegfall redundanter Systeme (es sind zum Beispiel "nur" ein Kompass und eine IMU verbaut) und die Abspeckung der Kameraleistung ist natürlich auch etwas, worüber man sich im klaren sein sollte. Dazu später mehr.


 

Flugverhalten


Die Mavic Mini, und das darf man lobend erwähnen, kommt nicht umsonst aus dem Hause DJI.

Sie fliegt sich auch entsprechend.


Jeder Anfänger wird es binnen Minuten erlernen, die Drohne zu handhaben.


Die App, DJI Fly, ist einfacher denn je zu bedienen.

Einfach das Smartphone per Kabel mit der Fernbedienung verbinden und alles ist entweder selbsterklärend oder es gibt kleine Tutorial-Videos.


DJI Fly App
Snapshot der DJI Fly App

Zum Thema Fernbedienung gibt es noch ein interessantes Detail: in den USA kommen Piloten auf maximale Distanzen von bis zu 4km. In Europa sind leider nur knapp 2.5km drin.


Interessant ist es aber, wenn man mit der Drohne reist.


Denn eine in den USA gekaufte Drohne, die nach Europa mitgenommen wird, schaltet sich vom Amerikanischer FCC auf den Europäischen Sendestandard CE automatisch um, so dass in Europa dann die Reichweite limitiert ist.


Wer seine Drohne aber in Europa kauft und dann erwartet, dass diese während der USA Reise automatisch auf den stärkeren Sendestandard FCC umstellt, wird enttäuscht. Denn selbst in den Vereinigten Staaten fliegt eine in Europa gekaufte Drohne nicht weiter als maximal etwa 2.5km.


Wie gesagt, es ist nur ein Detail. Aber ein interessantes.


Dank GPS- und Glonass hält die Mavic Mini auch tadellos ihre Position.

Selbst bei stärkeren Winden schafft sie das, obwohl sie dabei teilweise ordentlich zu kämpfen hat (weggeflogen ist sie mir während all meiner Tests auch an der sehr windigen Küste in Israel nicht).


Die Flugzeit liegt bei sage und schreibe getestet und bestätigten 28 Minuten.

Das ist ein toller Wert, der nur minimal von den Herstellerangaben abweicht.


Du kannst Deine Mavic Mini selbst designen

Bei Flügen in Innenräumen können sogenannte Propeller-Guards angebracht werden - eine Art Schutzkörbe, die sicherstellen, dass die Propeller nicht zum Stillstand kommen, wenn die Drohne beispielsweise gegen eine Wand fliegt.