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  • Tom David Frey

Drohnenvideos: welches Bearbeitungsprogramm lohnt sich?

Heute stellen wir Euch die nützlichsten Programme zum editieren von Drohnenvideos vor, die der Markt in 2019 zu bieten hat. Los geht's!



Adobe Premiere Pro


Adobe veröffentlichte die erste Version von Premiere im Jahr 1991, damals war die Software eines der ersten nicht-linearen Bearbeitungsprogramme. Heute, knapp 27 Jahre später, ist Premiere Pro von Adobe erfolgreicher denn je und zählt zu den bekanntesten Schnitt- und Bearbeitungslösungen, die man für Geld kaufen kann.


Adobes Premiere Pro ist Timeline-basiert und setzt immer wieder neue Standards in der Branche.

Es kann fast jedes Format einlesen - es kann sogar im Multikamera-Modus bearbeitet werden.

Das ist nicht nur intuitiv (wie im Fernsehen), sondern spart auch Zeit.

4K Bearbeitung ist ein Standard, der bei Adobe schon lange dazu gehört (auch höhere Auflösungen lassen sich problemlos bearbeiten).


Für Drohnenpiloten ist das enorm wichtig!

Es lässt sich problemlos zwischen Boden- und Luftaufnahmen, zwischen verschiedenen Formaten, hin- und herschneiden. Auch die integrierte LUT-Farbbearbeitung ist nicht zu verachten - so lassen sich etliche Farbprofile importieren oder man erstellt mit wenigen Klicks einen ordentlichen "Filmlook" ganz einfach selbst.


Video- und Audiospuren lassen sich übereinander stapeln, ineinander schieben, kurzum in fast jeder möglichen Form arrangieren. Alle Funktionen einzeln aufzulisten würde den Blogartikel sprengen.


Eines noch: Premiere Pro arbeitet nahtlos mit Adobes After Effects und weiteren Programmen zusammen. Damit sind der Filmbearbeitung praktisch keinerlei Grenzen gesetzt - das ist ein klarer Unterschied zu allen anderen Programmen und ein echtes Argument.


Adobes Premiere Pro läuft sowohl auf Windows, als auch auf Mac Betriebssystemen.

Die Kosten liegen momentan bei knapp 20€ - monatlich. Kaufen läßt sich die Software leider nicht mehr, sie ist nur noch im Abonnement erhältlich (dafür erhält man immer alle Updates zur richtigen Zeit und arbeitet immer mit der aktuellsten Version).



Final Cut Pro


Der wohl größte Konkurrent am Markt ist Final Cut Pro - eine Bearbeitungssoftware aus dem Hause Apple, die entsprechend nur Mac-kompatibel ist.


Ist die Katze einmal aus dem Sack und der Gedanke, dass Final Cut Pro nur auf Apple-Rechnern läuft, verdaut, kann man auch das Positive sehen: das Programm läuft reibungslos. Die perfekte Abstimmung zwischen Programm und Hardware ist Apple wieder einmal gelungen.

In Punkto Stabilität liegt Apple ganz vorne.


Das Programm selbst kommt mit etlichen Funktionen daher, von denen ich abermals nur ein paar wenige aufzählen möchte: komplexes Editieren mit zahllosen Spuren ist natürlich möglich, auch die magnetische Timeline überzeugt.


Wer Wert auf Farbkorrektur legt, kommt auch mit Final Cut Pro gut zurecht.

Auch unterschiedliche Formate, Bildwiederholungsraten und Kameratypen stellen kein Problem dar.


Wie Adobe, so spendiert auch Apples Final Cut Pro eiligen Usern im Export-Prozess die Möglichkeit, Werke direkt auf verschiedenen Social Media Kanälen zu veröffentlichen.


Final Cut Pro kommt als Kaufversion daher und schlägt aktuell mit knapp 300€ zu Buche.

Dafür hat man kein Abo, um das man sich kümmern muss.



DaVinci resolve


Eine weitere solide Bearbeitungsplattform ist DaVinci Resolve aus dem Hause Blackmagic Design - das an und für sich ist schon cool, da Blackmagic Design ein bekannter Hersteller von professionellen Filmkameras ist.


Die Standard-Version des Programms bekommt man umsonst, allerdings lohnt sie sich wirklich erst ab dem kostenpflichtigen Upgrade, dass bei aktuell knapp 300€ liegt.


DaVinci Resolve ist sowohl Windows als auch Mac kompatibel.


In vielen Punkten ähnelt DaVinci Resolve (nicht nur rein äußerlich) seinen Konkurrenten von Adobe und Apple. Die Bearbeitung erfolgt intuitiv in einer Timeline, auch hier stehen etliche Spuren zur Verfügung.

DaVinci Resolve setzt sich von der Konkurrenz ab, wenn man auf die Möglichkeiten der Farbkorrektur schaut, hier kommt dem Hersteller sein Fachwissen aus der Kamerawelt zugute: sowohl die primäre, als auch die sekundäre Farbkorrektur sind der Konkurrenz ein ganzes Stück voraus.


So lassen sich nicht nur LUTs laden, sondern auch Linsen- und Optikkorrekturen sind jederzeit präzise anwendbar. Auch sich bewegende Objekte können, unabhängig vom Hintergrund, farbkorrigiert werden.


Einer der größten Nachteile DaVinci Reolves ist, dass viele Dateiformate nicht korrekt erkannt werden.

Wenn Blackmagic Design hier seine Hausaufgaben macht, wird DaVinci Resolve sin Zukunft eine echte Alternative sein.




GoPro Studio


Eine kostenlose Software erhält man, wenn man auf GoPros Studio setzt.


Natürlich ist das Programm hauptsächlich zum Gebrauch und zur Verarbeitung von GoPro-Material gemacht, allerdings kann man es auch darüber hinaus gut für Grundlagen-Bearbeitung verwenden.


Einfaches Drag-and-drop ermöglicht es auch unerfahrenen Usern, erste Filme zusammenzusetzen.

Na klar, eine professionelle Alternative und ein echter Konkurrent zu den oben aufgeführten Programmen ist GoPro Studio nicht, aber Anfänger können mit der Software in kurzer Zeit viel lernen.


Leider lassen sich grundlegende Funktionen, wie die Audio-Bearbeitung, nicht durchführen, was schnell zu Frustration führen kann.



Lightworks


Lightworks ist ein, oft zu unrecht, von vielen geschasstes Programm.


So haben die Macher von Lightworks erkannt, dass es sich lohnt, die Software individuell anpassbar auf den Markt zu bringen - "vorgefertigte" Bearbeitungsfenster gehören der Vergangenheit an, fast alles ist hier manuell den eigenen Wünschen anpassbar.


Auch Lightworks läuft sowohl auf dem Windows, als auch auf dem Mac-Rechner problemfrei.


Die normale Videobearbeitung ist auch hier Timeline-basiert, normale Farbbearbeitungsfunktionen sind auch mit an Bord.


Wie auch immer, der Preis könnte den Höhenflug schnell beenden: mit knapp 25€ pro Monat gehört die Software nicht nur zu den teureren Lösungen, sondern verlangt sogar minimal mehr als Klassenbester (bitte entschuldigt die an dieser Stelle ausgesprochene subjektive Wertung unsererseits) Adobe Premiere Pro.



Magix Video Deluxe


Ganz zum Schluss möchte ich noch kurz die Software vorstellen, mit der wir selbst das Editieren gelernt haben - und es hat (fast) immer Spaß gemacht!


Video Deluxe aus dem Hause Magix (FYI, eine Firma mit Sitz in